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12.
Mai
2014

Saisonstart mit neuer Saatbettkombination – eine Kurzreportage

Der diesjährige milde Winter hat den frühen Saisonbeginn für die Saatbettvorbereitung erheblich begünstigt.  Als eine der Ersten hat der Agrarbetrieb ZAS Bečváry a.s. in der Kolín-Region, die günstigen Witterungsbedingungen genutzt und ist schon Mitte Februar in die neue Saison gestartet. Mitentscheidend war auch, dass Sommerweizen neu in die Fruchtfolge integriert wurde. Die Aktiengesellschaft Bečváry bewirtschaftet eine Fläche von ca. 4.500 ha. Der Bereich Pflanzenproduktion ist auf die klassischen Getreidekulturen ausgerichtet. Weiter werden Raps auf ca. 550 ha und Zuckerrüben auf ca. 480 ha angebaut. Für die Biogasanlage und zur Grundfutterversorgung in der Rinder- und Schweineproduktion stehen Körner- und Silomais im Anbauprogramm. Die Milchleistung pro Milchkuh/Jahr beträgt 8.000l.

Auf der Agritechnica im November 2013 hatte der Agrarbetrieb aus Bečváry den Kaufvertrag für die Saatbettkombination Swifter SE (Arbeitsbreite 12 m) unterzeichnet. Um an der Einsatzpremiere teilzunehmen haben wir den Betrieb besucht.  

600 Pferde für eine Arbeitsbreite von 12 m  

In Bečváry bevorzugt man, das Saatbett mit passiven Bodenbearbeitungsgeräten zu bestellen.  Die neue Saatbettkombination Swifter SE 12000 wurde Anfang des Jahres ausgeliefert und der bestehende Maschinenpark so ergänzt. Beim ersten Ansehen der neuen Kombination - Raupenschlepper mit 600 PS und  Swifter-Saatbettkombination mit 12 m Arbeitsbreite, stellt  sich die Frage: Warum keine größere Arbeitsbreite gewählt wurde? Der Grund ist leicht zu erklären – unterschiedlich große Ackerflächen und verhältnismäßig lange Anfahrten zu den nächsten Flächenstandorten. „Ein Teil unserer Felder liegt etwa 30 km von Bečváry entfernt.  Swifter SE hat uns mit ihren kompakten Transportabmessungen überzeugt. Es handelt sich um keine „Riesenmaschine“, und für ihr einfaches Aus- und Zusammenklappen muss der Fahrer den Traktor nicht verlassen“ sagte uns Ing. Nedvěd, Chefagronome

Neue Kombination – Swifter SE 12000 und Traktor mit 600 PS

Die Aussaat erfolgte sofort nach der Bodenvorbereitung 


Die rechtzeitige Bodenvorbereitung ist wichtig!

Für die Aussaat, z.B. von Sommerweizen, ist eine sorgfältige Bodenvorbereitung erforderlich um  genügend Feuchte und Durchlüftung des Mutterbodens zu gewährleisten. Im Herbst sollte das Ackerland bis zu einer Tiefe von 20 bis 25 cm aufgelockert und im Frühjahr mit der Saatbettkombination optimal vorbereitet werden. Und genau mit diesen Arbeitsschritten wurden in Bečváry optimale Bodenbeschaffenheiten erzielt. Die 30 ha-Ackerfläche  zwischen den Gemeinden Kbel und Lošany wurde im Herbst nach der Zuckerrübenernte mit einem Tiefenlockerer gelockert und jetzt mit der neuen Swifter-Maschine in nur einer Überfahrt ein perfektes Saatbett vorbereitet. Die erforderliche Nährstoffversorgung des Bodens erfolgte gleichzeitig klassisch mit einem Düngerstreuer, direkt vor die Saatbettkombination gestreut, die sie dann in den Boden leicht eingearbeitet hat.

Die Grundausstattung der Swifter-Maschine ist um den Spurenlockerer, die direkt vom Traktor hydraulisch betätigte vordere Schleppe und hintere Finish Walze erweitert

Um die Bodenfeuchte zu erhalten und dem Saatgut die besten Wachstumbedingungen zu schaffen wurde die Arbeitstiefe der Saatbettkombination auf 5 cm eingestellt 


Sommerweizen hat ein feineres Wurzelsystem als die übrigen Sommergetreide (z.B. Gerste oder Hafer) und reagiert empfindlicher auf Feuchtemangel. Es ist deshalb erforderlich, ein optimales Saatbett zu bereiten und Weizen als erstes Sommergetreide zu säen. Feuchte- und temperaturbedingt erfolgt die Aussaat gewöhnlich im März. Durch die  milde und trockene Winterperiode in diesem Jahr, konnte schon im Februar mit der Saatbettbereitung begonnen werden. Um die Bodenfeuchte zu erhalten und für das Saatgut  die besten Bedingungen zu schaffen wurde die Arbeitstiefe der Saatbettkombination auf 5 cm eingestellt.

„Die Einhaltung der richtigen agrotechnischen Zeitfenster ist sehr wichtig, insbesondere im Frühling. Eine spätere Aussaat kann die Erträge in Abhängigkeit von der Sorte um etwa 40-60 kg/ha pro Tag vermindern. Sie verschlechtert die Wachstums- und Entwicklungsbedingungen während der ganzen Vegetationsperiode. Die Pflanzen gehen unregelmäßig auf und auch die Anzahl der großgewachsenen Pflanzen ist niedriger.“

So Ing. Nedvěd, und wir wünschen ihm viele einwandfrei und zeitgenau bestellte Hektar und volle Zufriedenheit mit der neuen Saatbettkombination Swifter.