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02.
Dezember
2014

Terralandeinsatz in einer Pflugregion

Zuerst einmal möchte ich mich bei der Firma Gartner GmbH in Achern – Gamshurst bedanken, die uns eingeladen hat, Ihren Feldtag zu begleiten! Und bei ihren Kunden, auf deren Flächen wir den Bednar Terraland TN 3000 M einsetzen durften. Das große Interesse daran hat uns bewogen, diesen Terraland auch noch länger da zu lassen, damit solche Fragen geklärt werden können wie: Wieviel PS brauche ich? Schaft mein Traktor das auch? Wie sieht die Arbeit auf meinem Betrieb aus? Oder sollte ich vorher Mulchen?

Verdichtung mit Wasser 

Maisstoppel ohne Mulcher


Der obere Rheingraben ist eine vom Klima begünstigte Region. Hier können Maissorten mit Reifezahlen FAO 400 angebaut werden. Auf diesem sandigen Lehm mit 80 – 95 Bodenpunkten und ca. 1400 mm Niederschlag, sind Körnermaiserträge um 14t trockene Ware keine Seltenheit. Hohen Kornerträge haben aber auch hohe Mengen an Ernteresten, die bisher nur tiefe ein gepflügt werden, um wieder einen reinen Tisch (Saatbeet) zu bekommen.

Der sehr späte Erntetermin, die dadurch meistens sehr feuchten Böden und die schweren Erntemaschinen hinterlassen ihre Spuren, in Form von Verdichtungen, nicht nur im sichtbaren Bereich des Bodens, sondern vielmehr im unsichtbaren Bereich des Bodens. Um festzustellen ob und wo sich Verdichtungen befinden, ist es hilfreich, sich mit einer Bodensode im schnelltest einen Überblick auf seinen Flächen zu verschaffen.

Wer sich schon einmal, unterstützend zur Bodensonde, mit dem Spaten ein Bodenprofil freigelegt hat, bekommt schnell die Erklärung für nasse Wasserstellen auf den Feldern, oder in sehr trockenen Jahren, zeigen die zusammengerollten Maisblätter den Trockenstress, obwohl es für die Maiswurzeln kein Problem ist, an tiefergelegenes Wasser in 2-3m zu gelangen.

Bodenprofil und Verdichtungsschicht 

Bodenprofil und Verdichtungsschicht 


Das Bild zeigt eine ca. 5cm starke Verdichtungsschicht in 30 cm Bodentiefe. Diese gilt es zu unterfahren und aufzubrechen.

Wenn das bisherige Anbauverfahren nicht geändert wird, wird diese Verdichtungsschicht immer stärker, da sich der Pflug nur auf diese Schicht auflegt, sie aber nicht durchbricht. Ebenso ist es mit allen Grubbern, denn für diese Art der Arbeit sind die Werkzeuge nicht gestaltet worden.

Aber die des Terraland TN 3000! Dank seiner massiven Bauweise ist er für das unterfahren solcher Bodenverdichtungen wie geschaffen. Doch nicht nur das, beim tiefen Einpflügen der Erntereste gelangen viele davon in den anaeroben Bereich des Bodens und verrotten nicht. Das fördert Fusarien, denn die sind auf lebendes oder totes organisches Material, z. B. die Strohreste der Vorfrüchte, angewiesen.

Ernterückstände aus dem Vorjahr

Ernterückstände aus dem Vorjahr


Anders ist das beim Terraland, er vergräbt nicht, er bearbeitet und belüftet den Boden in der von Ihnen eingestellten Tiefe sehr intensiv, wobei die Erntereste zur besseren Rotte im sauerstoffreichen Bereich des Bodens gut eingemischt werden. Für eine gleichmäßige Rückverfestigung und Einebnung sorgt die doppelte Stachelwalze, die auch bei widrigeren Bedingungen, sehr unempfindlich gegen Verstopfungen ist. Das Arbeitsbild ist eine ideale Winterfurche ohne zu Pflügen und im Sommer fertig für Zwischenfrüchte. Obwohl der deutlich tieferen Bodenbearbeitung, ist ein Terraland mit 3m Arbeitsbreite nicht schwerzügiger als ein Pflug mit gleicher Arbeitsbreite ohne Packer.


Für weitere Fragen oder Vorführungen rufen Sie mich bitte an!

Josef Schlueter
Gebietsleiter
Nord- & Westdeutschland
BEDNAR GmbH