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23.
Januar
2017

Rückblick auf das Jahr 2016, Jan Bednar

Im Jahr 2016 war ich sehr viel unterwegs. Genauso wie in den Jahren zuvor, jedoch mit dem Unterschied, dass ich hier vor allem in Westeuropa unterwegs war und im Jahr 2016 hauptsächlich durch Osteuropa reiste. Ich verbrachte davon 14 Tage in Rumänien und Bulgarien, 14 Tage in der Ukraine und ich besuchte 3 Mal Russland.

Erfuhren diese Märkte seit Ihrem letzten Besuch einen Wandel?

Bestimmt. Während der Verkauf der Landtechnik in Westeuropa die letzten Jahre stagniert, verzeichneten diese Märkte ein bedeutendes Wachstum.  Die Landwirte aus diesen Ländern, einschließlich der Ukraine, verfügen über die Finanzmittel und haben Lust in neue Technologien zu investieren. Früher war dies hier nicht der Fall. Das  Ziel meiner Besuche war es, die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Bodenbearbeitung und der Einsaat in diesen Regionen zu verstehen. Die gewonnenen Informationen und Erfahrungen projizieren wir in die Konstruktion unserer Maschinen in den nächsten Jahren.  

Wie verlief das Jahr 2016 für BEDNAR FMT?

Schwierig! Obwohl am Anfang 2016 die meisten Märkte ganz positiv wirkten, verschlechterte sich die Situation immer stärker während des Jahres. Frankreich wurde von einer nassen Ernte betroffen, die daraus resultierten Erträge und die Qualität waren also niedriger. Mitteleuropa, einschließlich Deutschland, waren von schnell fallenden Milchpreisen betroffen. In Tschechien, Polen und in der Slowakei wurde die Situation noch durch Zuschüsse verschlechtert, die zwar erklärt, aber nicht bestätigt wurden. Nachdem sie bestätigt wurden, konnten die meisten Betriebe die Punktgrenze nicht erreichen. Der Markt stagnierte, zumindest für BEDNAR. Aber trotz dem Verfall am Ende des Jahres 2016, verzeichneten wir in diesem Jahr Rekorderträge in der ganzen Firma mit einem Anstieg im Vergleich zum Jahr 2015.

Können wir Ihrer Meinung nach  für das Jahr 2017 Verbesserung erwarten?

Wir sind überrascht von der Anzahl der empfangenen Aufträge.  Eine große Zahl der Aufträge stammt aber aus Osteuropa und aus Regionen außerhalb Europas. In Mittel- und Westeuropa setzen wir keine rasche Verbesserung der Konjunktur voraus. Die sollte erst im Jahr 2018 erfolgen.

Wie wichtig sind für BEDNAR die Überseemärkte?

Ihre Bedeutung nimmt immer mehr zu. Es handelt sich um riesige landwirtschaftliche Regionen, die für uns am Anfang  unerreichbar waren. Im Jahr 2016 lieferten wir viele Maschinen nach Australien und Afrika. Ebenfalls wurden die ersten Maschinen nach Kanada exportiert. Es ist ein großer Erfolg für uns. Wir sind ja eine Firma mit relativ kurzer Geschichte und aus einem kleinen Land in Mitteleuropa.

Welche Neuheiten bereiten Sie für das Jahr 2017 vor?

Die größte Neuheit ist zweifellos die zweite Generation der Drillmaschine Omega mit innovativer Software. Die neue Omega wird zum ersten Mal  auf der Messe „Sima“ in Paris vorgestellt. Im Jahr 2016 arbeiteten wir sehr viel an den Details unserer gegenwärtigen Produkte, um sie einfacher und für die Bedienung mehr komfortabler zu gestalten. Die Änderungen flossen bereits im Herbst 2016 in die Serienproduktion mit ein. Im nächsten Jahr werden einige Prototypen getestet und wenn sie sich gut bewähren, werden sie ab 2018 in das Maschinenprogramm mit aufgenommen.

Sehr groß konzentrierte sich die Firma auf die Forschung und Entwicklung der Maschinen zur Profildüngung. Wie setzt sich das Projekt fort? Wie ist seine Zukunft?

Das Projekt setzt sich fort. Schon vier Jahre lang testen wir diese Maschinen zur Einarbeitung von Dünger für einzelne Pflanzenarten. Daraus ergibt sich, dass wir den richtigen Weg gehen. Nicht nur deshalb, dass die Konkurrenz ähnliche Maschinen, wie unsere Ferti-Box produzieren, sondern auch, dass große Betriebe, die nicht über eigenen Stallmist verfügen, nach dem Test auf diese Technologie wechselten. Das heißt Tiefenlockerung mit Vorratsdüngung.  Ich kann  die Gesellschaft Donau Farm Kalná (15 000 ha) Terraland TO 6000 + Ferti Box FB 3000, Oragro (9 000 ha) Fenix FO 6000 + Ferti Box FB 3000, Gamota (Betrieb Levice ca. 4 000 ha) Terraland TO 6000 + Ferti-Box FB 3000 nennen. Zurzeit verhandeln wir mit einigen weiteren Betrieben in Mitteleuropa über den Wechsel auf die Profildüngung. Aus den Versuchen ergibt sich, dass man insbesondere bei Zuckerrübe und Mais höhere Erträge erzielen kann. 

Ein weiteres neues Segment für  Bednar sind die Bodenlockerer zwischen den Reihen. Bereiten Sie die Erweiterung des Angebots von diesen Maschinen vor?

Die Bodenlockerer zwischen den Reihen sind wichtiger Bestandteil der Landwirtschaft für eine präzise Einsaat.  Aus unseren Feldversuchen ergibt sich große Bedeutung dieser Maschinen für bessere Durchlüftung des Wurzelbereichs. Die geplanten Maßnahmen zur geregelten Nutzung  von Glyphosaten steigern noch den Einsatz dieser Bodenlockerer.  Das sind die Hauptgründe für die Erweiterung unseres Produktportfolios um diese Maschinen. Die Modellreihe umfasst für das Jahr 2017 einen 24-Reihen-Bodenlockerer für Zuckerrübe und einen universalen 12-Reihen-Bodenlockerer insbesondere für Mais und Sonnenblume.

Plant BEDNAR FMT eine Erweiterung des Produktportfolios?

Wir planen keine Erweiterung der Produktkategorien. Wir möchten uns völlig auf die gegenwärtigen Schwerpunkte  konzentrieren.